V VanKompass

Solartasche im Vergleich: Wattstunde 140, 200 und 330 WP gegen EcoFlow 400 WP

Magazin-Beitrag · Bereich: Solar · Stand: Oktober 2026
Auf den Punkt

Bergbrise Camping misst im Video vier Solartaschen am selben Laderegler: Der Wattstunde 140 WP liefert 110 W, der 200 WP 135 W, der 330 WP 260 W und der EcoFlow 400 WP 290 W. Eine 100-Ah-Lithium-Batterie wäre damit laut dem Tester in 12,5, 10,3, 5,5 beziehungsweise 4,8 Stunden voll. Sein Favorit ist der 330er: klein zusammenlegbar, ordentlich Leistung. Der EcoFlow ist ihm zu groß und zu sperrig.

BC
Video von Bergbrise Camping (79.700 Abonnenten)
Veröffentlicht am 10. November 2024 · 17:35 Min. · 53.112 Aufrufe
Hinweis: Das Video ist vom Kanal als Werbung gekennzeichnet. Die neue 140-WP-Solartasche hat Wattstunde dem Kanal für das Video zugeschickt. Die Videobeschreibung enthält Affiliate-Links und einen Rabattcode für Wattstunde.

Was zeigt das Video?

Mark vom Kanal Bergbrise Camping stellt vier typische Solartaschen gegenüber, um eine Frage zu beantworten: Welche Größe soll ich kaufen? Es geht ihm laut eigener Aussage nicht um einen wissenschaftlichen Test, sondern um Handhabung, Größe, Gewicht, Aufbau und die Frage, ob sich der Mehrpreis für eine größere Solartasche lohnt.

Im Vergleich stehen die neue Wattstunde-Solartasche mit 140 WP, die klassischen Wattstunde Sunfolder mit 200 WP und 330 WP sowie als Exot der EcoFlow mit 400 WP. Jede Tasche wird nacheinander aufgebaut, in die Sonne gestellt, an den Laderegler des Campers angeschlossen und die Ladeleistung im Display abgelesen.

Der Tester bedankt sich im Video bei Wattstunde, die ihm die fehlende kleine 140-WP-Solartasche zugeschickt haben. Das Video ist als Werbung gekennzeichnet.

So wurde gemessen: Laderegler, Batterie, Sonne

Der Tester hat auf dem Aufstelldach seines Campers zwei Solarmodule mit je 95 Watt, zusammen also 190 Watt. Das reicht laut Video im Sommer, um die Batterien voll zu halten, im Herbst und Winter nicht mehr. Ein zusätzliches Modul auf das Aufstelldach zu kleben war für ihn wegen der Garantie keine Option. Deshalb hat er einen zweiten Laderegler eingebaut, einen Victron 100/30 mit eigenem Kabelanschluss, an dem die Solartasche angesteckt wird. Der Regler ist laut dem Tester groß genug für alle vier Taschen im Vergleich.

Damit die Werte vergleichbar werden, rechnet er mit einer Beispielbatterie: einer 100-Ah-Lithium-Batterie, die komplett geladen werden soll. Aus dem gemessenen Ladestrom in Ampere ergibt sich dann die Ladezeit in Stunden.

Bedingungen im Video

Gemessen wird an einem sonnigen Herbsttag mit tief stehender Sonne. Der Tester weist darauf hin, dass die Taschen sehr gut in der Sonne stehen und dass zehn Sonnenstunden im Herbst nicht realistisch sind. Die errechneten Ladezeiten sind also Rechenwerte bei guter Sonne, keine Tageswerte.

Messwerte der vier Solartaschen

Wattstunde 140 WP
110 W, 8 A
Wattstunde 200 WP
135 W, 9,7 A
Wattstunde 330 WP
260 W, 18,6 A
EcoFlow 400 WP
290 W, 20,7 A
Ladezeit 100 Ah (140 WP)
12,5 h
Ladezeit 100 Ah (200 WP)
10,3 h
Ladezeit 100 Ah (330 WP)
5,5 h
Ladezeit 100 Ah (400 WP)
4,8 h

Alle Werte am Laderegler im Video abgelesen beziehungsweise vom Tester daraus für eine 100-Ah-Lithium-Batterie errechnet. Herbstsonne, Stand November 2024.

Auffällig: Der 200-WP-Sunfolder liefert laut dem Tester kaum mehr als der 140er, obwohl er deutlich größer ist. Der Sprung kommt erst beim 330er. Und der EcoFlow mit 400 WP liegt nur etwa 30 Watt über dem 330er von Wattstunde.

Die vier Solartaschen im Einzelnen

Wattstunde 140 WP (neues Modell)

Der Kleinste im Vergleich ist laut dem Tester gerade erst auf den Markt gekommen. Wattstunde hat einiges anders gemacht: Die Tasche hat jetzt dicke Standfüße, während die bisherigen Sunfolder sehr dünne Füße hatten. Das Panel selbst hat nur ein kurzes Kabel, dafür liegt ein Verlängerungskabel bei. Aufbau: drei Füße ausklappen, ausrichten, anstecken. Am Laderegler kommen 110 Watt an, das ergibt rund 8 Ampere Ladestrom. Der Tester zeigt sich überrascht, wie viel aus der kleinen Tasche herauskommt.

Wattstunde Sunfolder 200 WP

Von der Konstruktion sehr ähnlich, ebenfalls drei Teile, nur größer und laut Video schon etwas sperriger. Der Wert schwankt zunächst zwischen 120 und 130 Watt, nachdem sich Laderegler und Panel eingeschwungen haben, pendelt er sich bei 135 Watt und 9,7 Ampere ein. Die 100-Ah-Batterie wäre damit in gut 10 Stunden voll. Der Tester merkt an, dass man diese zehn Sonnenstunden vielleicht im Sommer hat, im Herbst nicht.

Wattstunde Sunfolder 330 WP

Der 330er ist laut dem Tester sein Lieblings-Sunfolder. Er ist anders aufgebaut: statt drei großer Teile besteht er aus vielen kleinen Segmenten, die nacheinander aufgeklappt werden. Der Aufbau ist dadurch etwas kniffliger. Dafür lässt sich die Tasche sehr klein zusammenlegen. Die Werte liegen nach kurzer Zeit bei 250 bis 260 Watt, das sind 18,6 Ampere und rund 5,5 Stunden für die 100-Ah-Batterie. Laut dem Tester ist das eine Zeit, die man auch im Herbst erreichen kann.

EcoFlow 400 WP

Der EcoFlow kommt in einer Tasche, die Teil des Aufbaus ist: Die Tasche dient als Stütze, in die das aufgeklappte Panel eingehängt wird. Der Aufbau ist laut Video deutlich komplexer, und das Panel ist schwer. Angeschlossen wird über MC4-Stecker, wie man sie von Solarmodulen fürs Haus kennt. Am Laderegler kommen 280 bis 290 Watt an, der Ladestrom liegt bei 20,7 Ampere. Rechnerisch ist die 100-Ah-Batterie damit in 4,8 Stunden voll, was laut dem Tester auch im Herbst funktioniert.

Warum 330 WP nur 260 Watt liefern

Der Tester erklärt im Video, dass die Wattpeak-Angabe (WP) ein Laborwert ist, den man in der Praxis so gut wie nie erreicht. Dafür müsste die Sonne im Zenit stehen und alle Bedingungen ideal sein. Seine Faustregel: Wenn du 75 Prozent der Nennleistung erreichst, ist das schon sehr gut.

Der 330-WP-Sunfolder liegt mit 260 Watt bei rund 80 Prozent, was der Tester als richtig gut bewertet. Beim EcoFlow mit 400 WP kommen 290 Watt an. Dass alle Taschen im Vergleich sehr gut in der Sonne stehen, betont er ausdrücklich.

Welche Solartasche passt zu dir?

Laut dem Tester muss jeder für sich entscheiden, was wichtiger ist: kompakte Bauform und schneller Aufbau oder maximale Leistung. Je nach Antwort ist ein anderes Gerät das richtige.

Einordnung aus dem Video

Der 200er ist schneller auf- und abgebaut als der 330er, liefert aber deutlich weniger und hat größere Außenmaße. Der 330er lässt sich trotz mehr Leistung kleiner zusammenlegen. Genau das gefällt dem Tester an ihm am meisten.

Was dem Tester am EcoFlow nicht gefällt

  • Eine Nummer zu groß und zu sperrig.
  • Umständlich aufzubauen, die Tasche ist Teil der Konstruktion.
  • Schwer. Der Tester hatte den EcoFlow ursprünglich für sein Fahrzeug im Blick, weil 400 Watt draußen plus die Module auf dem Dach nach viel klingen. Sein Favorit ist am Ende der 330er.

Fazit aus dem Video

Einschätzung des Testers

Bergbrise Camping kommt zu dem Schluss, dass die Entscheidung für eine Solartasche vom eigenen Anspruch abhängt. Wer schnell auf- und abbauen und wenig Platz verbrauchen will, ist bei 140 oder 200 WP richtig. Wer Leistung will und trotzdem kompakt verstauen möchte, nimmt den 330-WP-Sunfolder, den Favoriten des Testers. Der EcoFlow mit 400 WP liefert mit 290 Watt die höchste Leistung, ist dem Tester aber zu groß, zu sperrig und zu umständlich aufzubauen.

Das Video ist als Werbung gekennzeichnet. Wattstunde hat dem Kanal die 140-WP-Solartasche zugeschickt. Die Videobeschreibung enthält Affiliate-Links und einen Rabattcode für Wattstunde.

Was im Video gezeigt wird

Häufige Fragen zur Solartasche im Camper

Wie viel Watt liefert eine Solartasche wirklich?

Deutlich weniger als die Wattpeak-Angabe. Im Video von Bergbrise Camping liefert die Wattstunde-Solartasche mit 140 WP 110 Watt, der 200 WP 135 Watt, der 330 WP 260 Watt und der EcoFlow mit 400 WP 290 Watt. Gemessen wurde bei sehr guter Herbstsonne am Laderegler des Campers.

Der Tester erklärt, dass die WP-Angabe ein Laborwert ist, den man in der Praxis so gut wie nie erreicht. Seine Faustregel: 75 Prozent der Nennleistung sind schon sehr gut. Der 330er liegt im Video bei rund 80 Prozent.

Praxis: Rechne beim Kauf nicht mit der WP-Zahl, sondern mit etwa drei Vierteln davon, und das nur, wenn die Tasche gut zur Sonne ausgerichtet steht.

Welche Solartasche lohnt sich für das Wohnmobil?

Das hängt laut dem Tester davon ab, was dir wichtiger ist: kompakte Bauform und schneller Aufbau oder maximale Leistung. Für klein und schnell verstaubar nennt er 140 oder 200 WP, für den Kompromiss aus Leistung und Platzbedarf 330 WP, für reine Leistung den EcoFlow mit 400 WP.

Sein eigener Favorit ist der Wattstunde Sunfolder 330 WP. Er liefert im Video 260 Watt, lässt sich klein zusammenlegen und ist trotz der vielen Segmente noch verhältnismäßig schnell aufgebaut. Der 200er ist zwar schneller auf- und abgebaut, hat aber größere Außenmaße und liefert nur 135 Watt.

Den EcoFlow empfindet der Tester als eine Nummer zu groß, zu sperrig und zu umständlich im Aufbau, obwohl er mit 290 Watt die höchste Leistung im Vergleich bringt.

Wie lange dauert es, eine 100-Ah-Batterie mit einer Solartasche zu laden?

Im Video rechnet der Tester mit einer 100-Ah-Lithium-Batterie, die komplett geladen werden soll. Mit der 140-WP-Solartasche von Wattstunde und 8 Ampere dauert das 12,5 Stunden, mit dem 200 WP und 9,7 Ampere gut 10 Stunden, mit dem 330 WP und 18,6 Ampere rund 5,5 Stunden und mit dem EcoFlow 400 WP bei 20,7 Ampere 4,8 Stunden.

Das sind Rechenwerte bei guter Sonne. Der Tester betont, dass man zehn Sonnenstunden vielleicht im Sommer hat, im Herbst aber nicht. Die 5,5 Stunden des 330ers und die 4,8 Stunden des EcoFlow bezeichnet er dagegen als Zeiten, die man auch im Herbst erreichen kann.

Die 10 Stunden des 200ers nennt er nur für den Sommer als möglich, die Zeiten der beiden großen Taschen auch für den Herbst.

Was ist der Unterschied zwischen Wattstunde Sunfolder 200 und 330?

Der 200er besteht aus drei großen Teilen wie der 140er, nur größer. Der 330er ist aus vielen kleinen Segmenten aufgebaut, die nacheinander aufgeklappt werden. Dadurch ist der Aufbau etwas kniffliger, die Tasche lässt sich dafür sehr klein zusammenlegen.

Bei der Leistung liegt der Unterschied im Video bei 135 Watt gegenüber 260 Watt, also fast das Doppelte. Der 200er ist laut dem Tester schneller auf- und abgebaut, hat aber größere Außenmaße als der zusammengelegte 330er.

Der Tester nennt den 330er seinen Lieblings-Sunfolder: ordentlich Leistung, trotzdem kompakt verstaubar.

Wie wird eine Solartasche am Wohnmobil angeschlossen?

Im Video läuft die Solartasche über einen eigenen, zweiten Laderegler. Der Tester hat einen Victron 100/30 verbaut, der nach außen einen Kabelanschluss hat, an den die Tasche angesteckt wird. Die beiden festen Module auf dem Dach hängen an einem separaten Regler.

Der Grund: Auf das Aufstelldach seines Campers wollte er wegen der Garantie kein weiteres Modul kleben. Mit dem zweiten Regler kann er unterwegs nachladen, wenn die 190 Watt auf dem Dach im Herbst und Winter nicht mehr reichen.

Der Victron 100/30 ist laut dem Tester groß genug für alle vier Taschen im Vergleich. Der EcoFlow wird über MC4-Stecker angeschlossen, die Wattstunde Sunfolder über ihr Kabel beziehungsweise das mitgelieferte Verlängerungskabel.

Was ist neu an der Wattstunde-Solartasche mit 140 WP?

Die kleine Solartasche ist laut dem Tester gerade erst auf den Markt gekommen und hat dicke Standfüße bekommen. Die bisherigen Sunfolder hatten sehr dünne Füße, das sieht man im Video an den größeren Modellen.

Außerdem hat das Panel selbst nur ein sehr kurzes Kabel, dafür liegt ein Verlängerungskabel bei. Der Aufbau ist einfach: drei Füße ausklappen, zur Sonne ausrichten, anstecken.

Mit 110 Watt und 8 Ampere am Laderegler liefert die kleine Tasche laut dem Tester erstaunlich viel. Wattstunde hat dem Kanal dieses Modell für das Video zugeschickt.

Ist der EcoFlow 400 WP die beste Solartasche?

Bei der reinen Leistung ja: Mit 280 bis 290 Watt und 20,7 Ampere liefert er im Video am meisten und lädt die 100-Ah-Batterie rechnerisch in 4,8 Stunden.

In der Handhabung sieht der Tester ihn kritisch. Der Aufbau ist deutlich komplexer, weil die Tasche als Stütze dient, in die das Panel eingehängt wird. Das Panel ist schwer und sperrig, und der Tester hat nach dem Test wenig Lust, es wieder einzupacken.

Sein Fazit: Wer nur auf Leistung schaut und dem Gewicht und Aufbau egal sind, ist beim EcoFlow richtig. Ihm selbst ist er eine Nummer zu groß.

Weiterlesen bei VanKompass

Transparenz: Dieser Magazin-Beitrag fasst die Inhalte des oben eingebetteten YouTube-Videos zusammen. Das Video stammt vom Kanal Bergbrise Camping und ist dort als Werbung gekennzeichnet; Wattstunde hat dem Kanal die 140-WP-Solartasche zugeschickt, die Videobeschreibung enthält Affiliate-Links und einen Rabattcode. VanKompass hat die Solartaschen nicht selbst getestet. Alle Angaben basieren auf dem Video und seiner Beschreibung. Links zu Produkten können Affiliate-Links enthalten.

Noch nicht geholt?

Die Camper-Packliste als PDF, kostenlos

120 Punkte nach Bereichen sortiert. Dazu neue Video-Tests und Ratgeber, sobald sie online sind.

Danke! Die Packliste ist unterwegs. Schau in dein Postfach.
Kein Spam, jederzeit abbestellbar. Datenschutz