Vanlife Tipps für Einsteiger: 7 Roadtrip-Regeln von myvanture im VW California
Der Kanal myvanture nennt sieben Vanlife-Tipps für Roadtrip-Anfänger: nicht zu viel packen und Boxen zum Sortieren nutzen, einfache Gerichte wie Grill, Pasta oder Wraps kochen, Feuchttücher mitnehmen und sofort abwaschen, Geschirr an fließendem Wasser ohne normales Spülmittel reinigen, die Route nach den eigenen Interessen planen, beim Wildcamping Müll mitnehmen und Stellplätze über park4night oder in Österreich über Schau aufs Land finden.
Veröffentlicht am 27. Juli 2022 · 15:17 Min. · 43.953 Aufrufe
Was zeigt das Video?
Simeon Baker vom YouTube-Kanal myvanture (rund 8.300 Abonnenten) hat nach eigenen Angaben etwa vier Jahre in einem Van in Europa gelebt und wurde über die Jahre immer wieder nach Tipps zum Reisen und Leben im Van gefragt. Im Video fasst er sieben davon zusammen, gerichtet an Menschen, die neu im Camping und bei Roadtrips sind. Das Video ist auf Englisch; die Aussagen sind hier sinngemäß übersetzt.
Unterwegs ist er mit einem VW California Beach; der Abwasch-Tipp entsteht an einem Fluss in der Schweiz. Die sieben Kapitel: Packen für den Roadtrip, Kochen, Feuchttücher mitnehmen, die Natur zum Abwaschen nutzen, Planung rund um die eigenen Leidenschaften, Wildcamping und Stellplätze finden. Nina, die mit ihm unterwegs ist, steuert den Tipp mit den Feuchttüchern bei.
Zahlen und Regeln aus dem Video
Angaben laut Video des Kanals myvanture, Stand Juli 2022. Preise für die Apps sind die Angaben des Kanals im Video.
Die Werte beschreiben die Erfahrung des Kanals auf seinen eigenen Reisen und die Regeln, die er daraus abgeleitet hat.
Tipp 1: Nicht zu viel packen und mit Boxen sortieren
Der erste Tipp im Video: nicht zu viel einpacken. Der Kanal berichtet von Reisen, bei denen der Van voll war, weil er unterwegs Musik und Fotografie gemacht hat: zwei Gitarren, PA-Lautsprecher, viel Kameraausrüstung und dazu alles zum Leben. Das beschreibt er als teilweise albtraumhaft.
Konkrete Regel aus dem Video: Nicht zehn Jacken, sondern eine. Ein Vanlife-Trip ist keine Modereise. Weil der Platz im Van ohnehin klein ist, wird die Erfahrung laut Kanal deutlich entspannter, wenn du vorab planst, was mit muss.
Boxen statt Chaos
Nach einem Portugal-Trip, bei dem alles durcheinander im Van lag, hat der Kanal ein paar günstige Boxen gekauft. In einer liegt das komplette Grillzubehör, in einer anderen alle Küchensachen. Laut Video ein simpler Tipp, der das Trennen und Wiederfinden deutlich leichter macht.
Tipp 2 bis 4: Einfache Gerichte, Feuchttücher und Abwasch in der Natur
Einfache Gerichte kochen
Wer gern kocht, darf laut Kanal auch komplizierte Sachen machen. Sein Tipp für Anfänger ist aber: einfach halten. Je mehr Schritte ein Gericht hat, desto mehr Abwasch entsteht. Deshalb nutzt er gern den Grill: Gemüse schneiden, drauflegen, essen. Weitere Beispiele aus dem Video: Pasta, Wraps, Pfannengerichte oder Gemüse mit etwas Hähnchen zusammengeworfen. Wer allein reist, kann auch direkt aus dem Topf essen, dann ist nur ein Teil zu spülen.
Feuchttücher mitnehmen und sofort abwaschen
Nina ergänzt im Video: Feuchttücher sind nicht die nachhaltigste Option, aber für fast alles nützlich, für die Hände, den Körper und Oberflächen. Wichtig laut Video: Die Tücher gehören in den Müll, nicht in die Natur. Zweiter Punkt: Geschirr sofort abwaschen, auch ohne fließendes Wasser in der Nähe. Sonst sammelt sich alles und beim nächsten Campingplatz oder zu Hause wartet ein Berg Arbeit.
Der Kanal erklärt dazu, warum der Tipp für ihn passt: Der gezeigte VW California Beach hat keine Küchenzeile mit fließendem Wasser, anders als der California Ocean. Deshalb geht er zum Spülen meist zum Fluss.
Abwasch an fließendem Wasser
Der Kanal spült sein Geschirr gern direkt in der Natur, im Video an einem Fluss in der Schweiz. Das ist laut ihm einfacher als im Van und spart den Wasservorrat an Bord. Zwei Regeln nennt er dazu:
- Fließendes Wasser nutzen. Stehendes Wasser in einem Teich kann laut Video Keime enthalten.
- Kein normales Spülmittel in natürlichen Gewässern. Im Video wird ganz ohne Spülmittel gespült; wer eines nutzen will, sollte laut Kanal ein biologisch abbaubares, natürliches Mittel nehmen.
Tipp 5: Den Roadtrip nach den eigenen Interessen planen
Der fünfte Tipp dreht sich um die Planung: Überlege vorab, welche Aktivitäten du unterwegs machen willst, und richte danach aus, wo du hinfährst und wo du schläfst. Der Kanal selbst liebt Fotografie und sucht sich Schlafplätze in der Nähe der Orte, die er fotografieren will. Beim Wandern ist es ähnlich: Vom Van aus direkt losgehen und nach der Tour schon am Schlafplatz sein, oder morgens sehr früh starten.
Die Warnung aus dem Video: Nicht einfach auf Instagram einen schönen Ort aussuchen, hinfahren, im Van sitzen und dann merken, dass du dort gar nicht tust, was du eigentlich gern machst. Wer gern liest, kann sich bewusst einen schönen Platz suchen, an dem nichts weiter ansteht als das Buch. Der Van soll laut Kanal ein Werkzeug für das sein, was dir Spaß macht.
Tipp 6 und 7: Wildcamping mit Respekt und Stellplätze per App finden
Wildcamping in Europa
Wildcamping ist laut Kanal die Art, wie er die meiste Zeit unterwegs war; für die Videos fährt er inzwischen öfter auch Campingplätze an, um verschiedene Plätze zu zeigen. In Europa gelten je nach Land und Region unterschiedliche Regeln. Sein Rat: Informiere dich, was erlaubt ist und was nicht. Er sagt im Video offen, dass er selbst häufig auch dort steht, wo es nicht erlaubt ist, und betont zugleich, dass das keine Empfehlung ist.
Seine Regeln für den Platz:
- Müll immer mitnehmen.
- Kein Toilettenpapier und keine Hinterlassenschaften im Gebüsch.
- Den Ort sauberer verlassen, als du ihn vorgefunden hast.
- Die Natur respektieren und den Platz sauber halten.
In vier Jahren im Van und auf den Roadtrips seitdem hat er nach eigenen Angaben nie ein Bußgeld bekommen. Er räumt ein, dass er damit auch Glück gehabt haben kann.
park4night und Schau aufs Land
Die ersten zwei Jahre ist der Kanal nach eigenen Angaben einfach herumgefahren und hat gehofft, irgendwo stehen zu dürfen. Dann zeigte ihm ein Freund die App park4night. Sie enthält laut Video Wildcamping-Spots, Campingplätze, Wasserstellen, Bewertungen und Fotos anderer Nutzer. Für Europa hält er sie für die größte und beste App dieser Art. Ein Abo kostet laut seinen Angaben etwa 10 Dollar im Jahr.
Für Österreich nennt er zusätzlich Schau aufs Land: Dort darfst du auf Bauernhöfen und in Naturplätzen stehen, was in Österreich sonst oft schwierig ist. Die Mitgliedschaft kostet laut Video 30 Euro im Jahr, aus seiner Sicht ein guter Deal, weil du auf Privatgrund stehst. Selbst genutzt hat er die App nach eigener Aussage noch nicht ausreichend.
Praxis im Camper
park4night listet laut Video auch Stellen zum Wassertanken. Wer mit einem Camper ohne fließendes Wasser an Bord unterwegs ist, wie dem gezeigten California Beach, kann die Route so um Wasserstellen herum planen.
Fazit aus dem Video
Einschätzung von myvanture
Die sieben Tipps sind kurz, praktisch und stammen aus dem eigenen Vanalltag des Kanals: wenig packen, einfach kochen, sofort abwaschen, die Natur respektieren und die Route nach den eigenen Interessen planen. Als wichtigstes Werkzeug für Stellplätze in Europa nennt er park4night. Sein Schlusswort: Roadtrips sind für ihn vor allem ein Weg, aus dem vollen Alltag auszusteigen und den Kopf frei zu bekommen, mit einem Kaffee am Morgen in der Natur. Fragen beantwortet er laut Video in den Kommentaren oder per Instagram-Nachricht an myvanture.
In der Videobeschreibung verlinkt der Kanal sein eigenes Camper-Angebot für Roadtrips in Europa. Eine Werbekennzeichnung oder Kooperation nennt das Video nicht.
Häufige Fragen zu den Vanlife-Tipps von myvanture
Was sollte man als Vanlife-Anfänger auf keinen Fall tun?
Der erste Tipp des Kanals myvanture lautet: nicht zu viel einpacken. Der Van ist ein kleiner Raum, und wer ihn vollstopft, hat laut Video eine deutlich anstrengendere Reise.
Die Regel aus dem Video: eine Jacke statt zehn. Ein Roadtrip ist keine Modereise. Der Kanal berichtet von eigenen Fahrten mit zwei Gitarren, PA-Lautsprechern und viel Kameraausrüstung, die er als teils albtraumhaft beschreibt.
Praxis: Vorab eine Liste machen und Dinge, die nur vielleicht gebraucht werden, zu Hause lassen. Günstige Boxen helfen, den Rest zu sortieren.
Wie organisiert man den Stauraum im Camper am einfachsten?
Der Kanal nutzt ein paar günstige Boxen, nichts Besonderes. In einer liegt das gesamte Grillzubehör, in einer anderen alle Küchensachen.
Der Auslöser war laut Video ein Portugal-Trip, bei dem alles durcheinander im Van lag. Mit den Boxen ist das Trennen und Wiederfinden laut Kanal deutlich einfacher, auch wenn es wie ein simpler Tipp klingt.
Praxis: Je Themenbereich eine Box, etwa Grill, Küche, Werkzeug. So muss beim Kochen nur eine Box aus dem Stauraum.
Was kocht man im Camper, wenn es einfach bleiben soll?
Laut Video sind Grillgerichte, Pasta, Wraps und Pfannengerichte gute Optionen. Der Kanal schneidet oft Gemüse, gibt etwas Hähnchen dazu und wirft alles zusammen.
Der Grund: Je mehr Schritte ein Gericht hat, desto mehr Abwasch entsteht. Beim Grill wird geschnitten, aufgelegt und gegessen. Wer allein unterwegs ist, kann laut Kanal direkt aus dem Topf essen und spart sich den Teller.
Wer gern aufwendig kocht, soll das laut Video ruhig tun. Für Anfänger empfiehlt der Kanal aber, einfach anzufangen.
Darf man beim Camping Geschirr im Fluss abwaschen?
Der Kanal spült sein Geschirr gern an fließendem Wasser, im Video an einem Fluss in der Schweiz. Er nennt dafür zwei Regeln: fließendes statt stehendes Wasser nutzen, weil ein Teich laut Video Keime enthalten kann, und kein normales Spülmittel in natürlichen Gewässern verwenden.
Im Video wird ohne Spülmittel gespült. Wer eines braucht, sollte laut Kanal ein biologisch abbaubares, natürliches Mittel nehmen.
Für ihn hat das zwei Vorteile: Es ist einfacher als der Abwasch im Van und schont den Wasservorrat an Bord. Praxis: Essensreste vorher abkratzen und in den Müll geben, dann reicht fließendes Wasser meist aus.
Warum empfiehlt myvanture Feuchttücher im Van?
Nina, die im Video mit unterwegs ist, bringt den Tipp ein: Feuchttücher sind für fast alles nützlich, für die Hände, den Körper, Oberflächen und zur Not auch für das Geschirr, wenn kein fließendes Wasser in der Nähe ist.
Sie betont, dass Feuchttücher nicht die nachhaltigste Option sind und auf jeden Fall in den Müll gehören, nicht in die Natur. Der zweite Teil des Tipps: Geschirr sofort abwaschen, sonst sammelt sich ein Berg bis zum nächsten Campingplatz.
Der Kanal ergänzt, dass der gezeigte VW California Beach keine Küchenzeile mit fließendem Wasser hat. Für Camper ohne Wasseranschluss an Bord ist der Tipp deshalb besonders relevant.
Ist Wildcamping in Europa erlaubt?
Laut Video gibt es in Europa je nach Land und Region unterschiedliche Regeln. Der Kanal rät, vorab zu recherchieren, was erlaubt ist und was nicht. Er sagt offen, dass er selbst oft auch an Orten steht, deren Status er nicht kennt, und betont, dass das keine Empfehlung ist.
Seine Regeln: Müll mitnehmen, kein Toilettenpapier im Gebüsch zurücklassen, den Ort sauberer verlassen als vorgefunden und die Natur respektieren. In vier Jahren im Van und auf den Roadtrips seitdem hat er nach eigenen Angaben nie ein Bußgeld bekommen, räumt aber ein, dass er Glück gehabt haben kann.
Praxis: Mit park4night lassen sich laut Video Plätze finden, die andere Nutzer bewertet und fotografiert haben.
Was kostet park4night und was bietet die App?
Laut dem Kanal kostet ein Abo bei park4night etwa 10 Dollar im Jahr. Die App zeigt Wildcamping-Spots, Campingplätze, Wasserstellen, Bewertungen und Fotos von anderen Nutzern.
Für den Kanal hat die App das Vanlife in Europa stark vereinfacht: Die ersten zwei Jahre ist er nach eigenen Angaben einfach herumgefahren und hat gehofft, irgendwo stehen zu dürfen, bis ihm ein Freund die App zeigte. In Europa hält er sie für die größte und beste App dieser Art.
Für andere Regionen wie die USA und Australien gibt es laut Kanal eigene Apps, für Europa ist park4night aus seiner Sicht die erste Wahl.
Was ist Schau aufs Land und wo hilft die App?
Schau aufs Land ist laut Video eine App für Österreich, mit der du auf Bauernhöfen und in Naturplätzen übernachten kannst. Wildcamping ist in Österreich laut Kanal oft schwierig, und die App bietet dafür eine Lösung.
Die Mitgliedschaft kostet laut Video 30 Euro im Jahr. Weil du damit auf Privatgrund stehen darfst, sieht der Kanal das als sehr günstigen Campingplatz. Nach eigener Aussage hat er die App selbst noch nicht ausreichend genutzt, hält das Team aber für sehr sympathisch.
Praxis: Wer eine Route durch Österreich plant, kann park4night und Schau aufs Land kombinieren. Am Ende des Videos empfiehlt der Kanal beide Apps zusammen.