Navi-App fürs Wohnmobil im Test: 8 Apps auf Kreta, zwei Sieger
Testsieger im Video von Im Camper ist die Eurowag Navigation, eine App für Lkw. Auf Platz zwei folgt OsmAnd. Google Maps führte den Tester auf Kreta zweimal über Straßen, die für Wohnmobile ungeeignet sind. Mehrere weitere Apps wählten ebenfalls ungeeignete Strecken. Keine App ist laut Sprecher hundertprozentig sicher.
Veröffentlicht am 4. Juni 2026 · 18:26 Min. · 15.560 Aufrufe
Was zeigt das Video?
Der Kanal Im Camper testet im Video Navi-Apps für Wohnmobile. Auslöser war eine Griechenlandreise: Google Maps hatte den Sprecher wiederholt auf Straßen geführt, auf denen er mit dem Wohnmobil nicht fahren wollte. Er wählte zwei Stellen auf Kreta als Referenz und prüfte, welche App sie meidet.
Acht Apps kommen im Video vor: Google Maps, Camping by POIbase, die TomTom-LKW-App, Sygic, OsmAnd, ADAC Drive, Navigator von Mapfactor und die Eurowag Navigation. Der Sprecher sagt, er habe deutlich mehr getestet, das Video aber kurz halten wollen.
Die Navi-Apps im Überblick
Angaben aus dem Video von Im Camper, hochgeladen am 4. Juni 2026. Preise und Abo-Modelle ändern sich.
Die Apps unterscheiden sich vor allem in der Kartenbasis und darin, ob sie Höhe, Breite und Gewicht des Fahrzeugs berücksichtigen. OsmAnd nutzt laut Video freie Karten. Die kostenpflichtige Version der Navigator-App verwendet laut Sprecher TomTom-Karten. Bei Sygic sagt er dasselbe.
Wo Google Maps und Camping by POIbase ungeeignete Straßen wählen
Die erste Referenzstelle auf Kreta ist eine schmale Straße mit losem Gestein, an deren Rand es steil abfällt. Google Maps führte den Tester trotzdem darüber. Für Wohnmobile hält der Sprecher die Strecke für nicht geeignet.
Die zweite Stelle ist ein unbefestigter Sandweg am Meer, eng und steil. Auch hier führte Google Maps über die Strecke. Laut Sprecher scheitert Google Maps für Wohnmobil- und Lkw-Fahrer, weil es enge oder holprige Straßen nicht herausfiltert.
Camping by POIbase bekommt im Video viel Lob für Gestaltung und Campingplatz-Daten. Der Sprecher hat die App einen Monat lang abonniert. Auf Kreta meldete sie eine Straßensperrung und schickte ihn parallel zu der als gesperrt gemeldeten Straße. Diese war laut Video nicht gesperrt, sondern eine holprige Strecke mit Schlaglöchern. Auch bei den beiden Referenzstellen führte die App über ungeeignete Straßen. Der Entwickler antwortete laut Sprecher auf seine Anfrage und zeigte sich bemüht. Die App lässt sich außerdem mit Victron-Geräten verbinden und zeigt dann während der Fahrt Solarleistung, Ladebooster und Batteriekapazität an.
Eurowag Navigation und OsmAnd: die beiden Sieger
Die Eurowag Navigation ist laut Sprecher sein Testsieger. Die App ist für Lkw gemacht und einfach aufgebaut. Auf der Karte markiert sie rot die Straßen, die Lkw nicht befahren sollen. Auf der ersten Referenzstelle war die Strecke entsprechend gekennzeichnet, und die App führte den Tester außen herum. Die App war laut Video zunächst kostenlos. Zum Testzeitpunkt verlangte sie Geld.
OsmAnd landet auf Platz zwei. Der Sprecher hat die App abonniert. Sie führte ihn bei beiden Referenzstellen außen herum. Die Karte zeigt den Straßenbelag: gestrichelte Linien markieren unbefestigte Wege. Außerdem zeigt die App die aktuelle Höhe, Höhenlinien und Wanderwege. Der Sprecher empfiehlt sie besonders zum Wandern.
Grenzen laut Video
- Die Eurowag Navigation lässt sich laut Video nicht mit Android Auto oder CarPlay verbinden.
- Keine der getesteten Apps ist laut Sprecher hundertprozentig sicher.
Weitere Apps: ADAC Drive, Navigator, Sygic und TomTom LKW
- ADAC Drive: Fahrzeugmaße lassen sich eingeben, außerdem berechnet die App Mautkosten für bestimmte Strecken. Laut Video führte sie den Sprecher an der kritischen Stelle in eine gefährliche Situation und war für ihn in solchen Fällen nicht brauchbar.
- Navigator (Mapfactor): Die Bedienung ist laut Sprecher nicht intuitiv, man muss sich einarbeiten. Die kostenpflichtige Version nutzt TomTom-Karten, die kostenlose andere. Auf beiden Teststrecken führte die App über die ungeeigneten Stellen. Das Jahresabo hat der Sprecher gekündigt. Laut Video zeigt die App Höhen- und Gewichtsbeschränkungen an und ist für Android Auto und CarPlay verfügbar.
- Sygic: Die App führte ihn über die beiden Stellen, obwohl sie laut Sprecher TomTom-Karten verwendet.
- TomTom LKW: Die App lässt Höhe, Breite und Länge des Fahrzeugs eingeben. Die Bewertungen im Google Play Store bezeichnet er als durchschnittlich.
Praxis im Camper: so prüfst du die Route
Tipp des Sprechers
Wer über kleine Straßen fahren will, sollte die Strecke vorab prüfen.
- Die Route vorab auf der Karte ansehen. Farben und Linien zeigen Straßenbelag bzw. Lkw-Sperrungen: OsmAnd markiert unbefestigte Wege gestrichelt, die Eurowag Navigation rot.
- Auffällige Straßen mit Google Maps Satellit prüfen oder vor Ort abgehen, rät der Sprecher.
- Angezeigte Sperrungen und Staus können falsch sein. Der Sprecher erlebte beides im Test.
Fazit aus dem Video
Einschätzung des Sprechers
Der Sprecher sieht die Eurowag Navigation als Testsieger und OsmAnd auf Platz zwei. Google Maps hält er für Wohnmobile auf den getesteten Strecken für ungeeignet. Er betont, dass es keine hundertprozentig sichere App gibt, und bittet die Zuschauer, ihre Erfahrungen mit TomTom und anderen Apps in den Kommentaren zu teilen.
Das Video ist nicht als Werbung gekennzeichnet. In der Beschreibung stehen jedoch Rabattcodes und Partnerlinks, unter anderem zu einem GPS-Tracker und im Amazon-Partnerprogramm.
Häufige Fragen zu Navi-Apps fürs Wohnmobil
Welche Navi-App ist laut Test die beste für Wohnmobile?
Laut dem Test von Im Camper ist die Eurowag Navigation der Testsieger. Der Sprecher nennt sie eine einfache App für Lkw, die auf der Karte rot markierte Straßen zeigt, auf denen Lkw nicht fahren sollen.
Platz zwei belegt OsmAnd. Die App führte den Tester bei beiden Referenzstellen außen herum und zeigt die aktuelle Höhe, Straßenbeläge und Wanderwege. Der Sprecher hat sie abonniert.
Wichtig: Der Sprecher sagt selbst, dass keine App hundertprozentig sicher ist. Kritische Strecken solltest du zusätzlich auf der Karte oder vor Ort prüfen.
Führt Google Maps Wohnmobile auf gefährliche Straßen?
Im Video führte Google Maps den Tester auf Kreta an zwei Stellen über Straßen, die er für Wohnmobile als ungeeignet beschreibt: eine schmale Straße mit losem Gestein und Absturzgefahr sowie einen unbefestigten Sandweg am Meer.
Der Sprecher sagt, Google Maps scheitere für Wohnmobil- und Lkw-Fahrer, weil es enge oder holprige Straßen nicht herausfiltert.
Der Sprecher rät, auffällige Straßen mit Google Maps Satellit zu prüfen oder vor Ort abzugehen.
Kann man Sperrungen in Navi-Apps vertrauen?
Nur bedingt. Bei Camping by POIbase meldete die App laut Video eine gesperrte Straße, und der Sprecher fuhr parallel dazu. Die Straße war nicht gesperrt, sondern eine holprige Strecke mit Schlaglöchern.
Auch bei Staus und Sperrungen stimmte laut Sprecher einiges nicht. Im Test gab es etwa eine gemeldete Stausituation, die tatsächlich nicht bestand.
Bei der gemeldeten Sperrung führt der Sprecher den Fehler auf die Kartendaten zurück, nicht auf die App selbst.
Welche Navi-Apps berücksichtigen Höhe und Gewicht des Fahrzeugs?
Im Video werden mehrere Apps mit Fahrzeugdaten gezeigt. Bei ADAC Drive lassen sich Fahrzeugmaße eingeben, die App berechnet außerdem Mautkosten. Laut Sprecher schlug sie aber an der kritischen Stelle eine gefährliche Strecke vor.
Die Navigator-App von Mapfactor zeigt laut Video Höhen- und Gewichtsbeschränkungen auf der Karte an, etwa Beschränkungen auf 3,5 Tonnen oder 3,5 Meter Höhe, die im Video in München zu sehen sind. Die TomTom-LKW-App lässt Höhe, Breite und Länge eingeben.
Was kosten die Navi-Apps aus dem Video?
Die Eurowag Navigation war nach Angaben des Sprechers früher kostenlos und verlangte zum Testzeitpunkt Geld.
Die Navigator-App hatte der Sprecher als Jahresabo abgeschlossen und später gekündigt.
Preise und Abo-Modelle ändern sich häufig. Camping by POIbase hat der Sprecher einen Monat lang abonniert, die Navigator-App als Jahresabo.
Welche Navi-Apps funktionieren mit Android Auto und CarPlay?
Laut Video sind OsmAnd, Sygic, Google Maps und die Navigator-App mit Android Auto und CarPlay nutzbar. Bei der Eurowag Navigation ist das laut Sprecher nicht möglich.
Die Angabe bezieht sich auf den Stand des Videos vom 4. Juni 2026, dem Veröffentlichungsdatum.
Kann eine Navi-App Victron-Geräte im Camper anzeigen?
Ja, laut Video kann die App Camping by POIbase mit Victron-Geräten verbunden werden. Während der Fahrt sieht man dann, wie viel Solarstrom gerade eingeht, wie viel über den Ladebooster kommt und wie viel Kapazität die Batterie noch hat.
Der Sprecher lobt außerdem den Support des Entwicklers. Für seine Route war die App trotzdem nicht brauchbar, weil sie ungeeignete Straßen als Route verwendete.